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Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen

Der Bund gewährt den betroffenen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) vorübergehend zinslos aufzuschieben. Zudem können die Akontobeiträge angepasst werden. Auf Verzugszinsen bei verspäteten Beitragszahlungen wird bis zum 30. Juni verzichtet.

 

Die Massnahme im Detail:

Zahlungsaufschub und Anpassung der Akontobeiträge

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind.

Vorübergehender Verzicht auf Verzugszinsen
Um die Unternehmen und Selbstständigen in der ausserordentlichen Lage zu entlasten, verzichten die Sozialversicherungen AHV, IV, EO und ALV für die Dauer bis zum 30. Juni generell auf Verzugszinsen auf verspäteten Beitragszahlungen. Die Massnahme gilt rückwirkend ab dem 21. März. Die Beiträge bleiben aber geschuldet und müssen vollständig bezahlt werden. Ab dem 1. Juli 2020 werden die Ausgleichskassen für bis dahin ausstehende Beitragszahlungen wieder Mahnungen ausstellen und bei Nichtbezahlung nötigenfalls die Betreibung einleiten.

 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Ausgleichskassen wenden den Verzicht auf die Erhebung von Verzugszinsen von sich aus an.

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt

  • Zahlungsaufschub: Melden Sie sich bei Ihrer Ausgleichskasse, info@ak-bs.ch oder 061 685 22 22

  • Anpassung der Akontobeiträge: Melden Sie sich bei Ihrer Ausgleichskasse, info@ak-bs.ch oder 061 685 22 22

Ausgleichskasse 40

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft

Dauer der Massnahme

Zahlungsaufschub und Anpassung der Akontobeiträge
21. März bis 21. September 2020

Vorübergehender Verzicht auf Verzugszinsen
21. März bis 30. Juni 2020

 

Steuern: Keine Verzugszinsen und erstreckte Zahlungsfristen

Der Bund ermöglicht es, die Zahlungsfristen für die Mehrwertsteuer, Zölle, besondere Verbrauchssteuern und Lenkungsabgaben ohne Verzugszins zu erstrecken. Auch für die direkte Bundessteuer ist eine solche Erstreckung möglich.

Die Massnahme im Detail:

Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, die Zahlungsfristen zu erstrecken, ohne Verzugszins zahlen zu müssen. Aus diesem Grund wird für die Mehrwertsteuer, für Zölle, für besondere Verbrauchssteuern und für Lenkungsabgaben der Zinssatz auf 0,0 Prozent gesenkt. Es werden vorübergehend keine Verzugszinsen in Rechnung gestellt. Für die direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung für Steuern, die in diesem Zeitraum fällig werden.

Mehrwertsteuer, besondere Verbrauchssteuern, Lenkungsabgaben

Auf verspäteten Zahlungen der Mehrwertsteuer, der besonderen Verbrauchssteuern, Lenkungsabgaben und Zollabgaben ist für die Zeit vom 20. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 kein Verzugszins geschuldet.

Die Bereiche Verrechnungssteuer und Stempelabgaben sind von diesem Verzicht auf Verzugszinsen ausgenommen. Damit ist im Bereich dieser Steuern der gesetzliche Verzugszins auf zu spät entrichteten Steuerforderungen geschuldet.

Die Steuergesetze sehen Zahlungserleichterungen vor. Ist die Zahlung innert Frist mit einer erheblichen Härte verbunden, kann die Steuerbehörde auf Gesuch hin Stundungen oder Ratenzahlungen bewilligen. Wurde aufgrund erheblicher Gründe eine Frist für eine Eingabe verpasst, kann die Frist auf Gesuch hin wiederhergestellt werden. Die ESTV wird – um Härtefälle zu vermeiden – diese Bestimmungen grosszügig auslegen.

Direkte Bundessteuer

Für alle natürlichen und juristischen Personen wird bei Steuerforderungen (nicht jedoch bei Bussen oder Kosten) auf die Erhebung von Verzugszinsen verzichtet, wenn die Steuerforderung im Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und 31. Dezember 2020 fällig geworden ist. Der Verzicht auf den Verzugszins ist befristet bis zum 31. Dezember 2020. Dieser befristete Verzicht auf die Erhebung von Verzugszinsen gilt sowohl für Steuerforderungen der Steuerperiode 2020, als auch für Steuerforderungen früherer Steuerperioden, sofern jeweils die Fälligkeit der provisorischen oder definitiven Rechnung im Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 liegt. Ebenfalls Anwendung findet diese Regelung für Fälligkeiten gemäss Artikel 161 Absätze 1, 3 und 4 DBG bzw. Artikel 1 der Verordnung vom 10. Dezember 1992 über die Fälligkeit und Verzinsung der direkten Bundessteuer.

Ferner besteht die Möglichkeit, Zahlungserleichterungen gemäss Artikel 166 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG) zu erhalten. Ist die Zahlung der Steuern, Zinsen und Kosten oder einer Busse wegen Übertretung innert der vorgeschriebenen Frist für den Zahlungspflichtigen mit einer erheblichen Härte verbunden, so kann die Bezugsbehörde die Zahlungsfrist erstrecken oder Ratenzahlungen bewilligen (vgl. Art. 166 Abs. 1 DBG). Die Eidgenössische Steuerverwaltung empfiehlt eine wohlwollende Behandlung entsprechender Gesuche.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Setzen Sie sich mit Ihrem Veranlagungsexperten in Verbindung, um die Details zu klären.

Voraussetzungen:

  • Sitz des Geschäftsbetriebs im Kanton Basel-Stadt

  • Ausbruch des COVID-19-Virus muss ursächlich für den existenzgefährdenden Liquiditätsengpass sein

  • Die Voraussetzungen für die Kreditgewährungen und die Kreditkonditionen richten sich grundsätzlich nach den Bestimmungen der jeweiligen Bank.

Dauer der Massnahme

Mehrwertsteuer, Zölle, besondere Verbrauchssteuern und Lenkungsabgaben:
20. März bis 31. Dezember 2020

Direkte Bundessteuer:

1. März bis 31. Dezember 2020

 

MASSNAHME BEENDET: Keine Betreibungen

Der Bund hat einen ausserordentlichen Rechtsstillstand im Betreibungswesen angeordnet. In dieser Zeit dürfen Schuldnerinnen und Schuldner in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden.

Diese Massnahme ist am 4. April ausgelaufen.

Die Massnahme im Detail:

Rechtsstillstand gemäss Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchkG).

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Sind Sie Schuldnerin oder Schulder, wird Ihnen während des Rechtsstillstandes keine Betreibung zugestellt.

Dauer der Massnahme

19. März bis und mit 4. April 2020

 

MASSNAHME BEENDET: Längere Zahlungsfrist für Wohn- und Geschäftsmieten

Der Bund hat die Frist bei Zahlungsrückständen bei Wohn- und Geschäftsmieten von 30 auf 90 Tage verlängert.

Die Massnahme im Detail:

Unter den gegenwärtigen Umständen ist das Risiko eines Zahlungsrückstands bei Mietzinsen für Wohn- und Geschäftsräume und infolgedessen dasjenige der Androhung sowie des Aussprechens einer Kündigung stark erhöht. Um den Druck zu reduzieren, verlängert der Bundesrat die Frist von Artikel 257d Absatz 1 OR bei Wohn- und Geschäftsmieten von 30 auf 90 Tage, sofern die Mieterinnen und Mieter aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus mit der Bezahlung der Mietzinse in Rückstand geraten.

Die Fristverlängerung gilt für Mieten und Nebenkosten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai 2020 fällig werden.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Diese Rechtsvorschrift gilt automatisch, Sie müssen dafür nichts unternehmen.

Dauer der Massnahme

13. März bis 31. Mai 2020

 

MASSNAHME GEPLANT: Reduktion der Geschäftsmieten

Mieter sollen für die Dauer der angeordneten Schliessung oder Einschränkung der Tätigkeit nur 40 Prozent der Miete zahlen müssen.

Die Massnahme im Detail:

Im Zusammenhang mit der Coronakrise soll bei Geschäftsmieten der Mietzins zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt werden. Der Bundesrat hat am 1. Juli die entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt. Für die Periode der angeordneten Schliessung oder Einschränkung der Tätigkeit sollen Mieterinnen und Mieter 40 Prozent bezahlen, Vermieterinnen und Vermieter 60 Prozent des Mietzinses tragen. Die Vernehmlassung dauert bis am 4. August 2020.

Die Regelung bezieht sich auf einen Nettomietzins, resp. Nettopachtzins von weniger als 20'000 Franken pro Monat und Objekt. Bei einem Miet- oder Pachtzins zwischen 15'000 und 20'000 Franken sollen beide Mietparteien mit einer schriftlichen Mitteilung auf die Gesetzesregelung verzichten können.

Vermieterinnen und Vermieter sowie Verpächterinnen und Verpächter, die infolge von Miet- oder Pachtzinsausfällen in eine erhebliche wirtschaftliche Notlage geraten, sollen in diesem Fall eine finanzielle Entschädigung durch den Bund beantragen können.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Massnahme wurde noch nicht beschlossen. Das Parlament wird voraussichtlich in der Herbstsession (7.-25. September 2020) darüber beschliessen.

Dauer der Massnahme

Noch offen.

 

Steuern: Erstreckte Zahlungsfristen

Der Kanton Basel-Stadt übt Kulanz bei Stundungsgesuchen für Steuerforderungen.

Die Massnahme im Detail:

Die Steuererklärung 2019 kann anstatt bis Ende März bis Ende Mai 2020 abgegeben werden. Es werden keine Mahnungen und keine Gebühren im Falle der verspäteten Abgabe der Steuererklärung per Ende Mai 2020 versendet bzw. erhoben.

Die Veranlagungsverfügungen werden weiterhin versandt. Für definitiv in Rechnung gestellte Steuerforderungen kann bei der Steuerverwaltung ein Stundungsgesuch eingereicht werden. Diese Gesuche werden der Situation angepasst beurteilt und die Stundungen werden kulant gewährt werden. Die Steuerverwaltung kann aber nicht auf die Erhebung von Verzugszinsen verzichten, da es sich hierbei um eine gesetzliche Vorgabe handelt.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Wenn Sie ein Stundungsgesuch einreichen möchten, nehmen Sie mit der Steuerverwaltung Kontakt auf (siehe Link unten).

Dauer der Massnahme

bis auf Weiteres

Kontakte:

 

IWB: Längere Zahlungsfristen

Die IWB kommen betroffenen Unternehmen mit einer Verlängerung der Zahlungsfristen für bezogene Leistungen entgegen.

Die Massnahme im Detail:

Unter der Absage von Veranstaltungen leiden aktuell besonders KMU, da deren finanzielle Ausstattung meist knapper ausfällt als bei grossen Unternehmen. Es gilt deshalb, mögliche temporäre Liquiditätslücken möglichst rasch und unbürokratisch zu schliessen. Deshalb sehen die IWB vor, den betroffenen Unternehmen mit einer Verlängerung der Zahlungsfristen für bezogene Leistungen entgegen zu kommen.

Ab sofort können Firmen, wenn sie wegen des Coronavirus existenzielle Liquiditätsprobleme haben und deshalb ihre offenen IWB-Rechnungen (Energie, Wasser) nicht fristgerecht bezahlen können, sich bei den IWB melden.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Setzen Sie sich mit Ihrem Kundenberater bzw. dem IWB Forderungsmanagement in Verbindung.

Dauer der Massnahme

bis auf Weiteres

Kontakte:

IWB Verrechnung, 061 275 52 52, verrechnung@iwb.ch

 

Allmendgebühren

Der Kanton Basel-Stadt erhebt gewisse Allmendgebühren vorübergehend nicht mehr.

Die Massnahme im Detail:

Die Allmendgebühren für Boulevardrestaurants, Reklameanlagen, Warenauslagen, Reklamereiter und Marktstände werden vorläufig nicht erhoben. Über den Umgang mit den Gebühren wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Wenn Sie zu den betroffenen Gebührenzahlern gehören, erhalten Sie von der Allmendverwaltung ein entsprechendes Schreiben.

Dauer der Massnahme

bis auf Weiteres

Kontakte:

Allmendverwaltung, 061 267 93 57 (Mo-Fr 09-11 / 14-16), bvdav@bs.ch

 

Steuern: Keine Verzugszinsen und erstreckte Zahlungsfristen

Der Kanton Basel-Landschaft verzichtet bei den Staatssteuern bis Ende Jahr auf Verzugszinsen. Zudem werden Stundungen kulant gewährt.

Die Massnahme im Detail:

Bei verspäteter Zahlung der Staatssteuern werden keine Verzugszinsen erhoben. Diese Massnahme gilt auch für diejenigen Gemeinden, die den Steuerbezug an die kantonale Steuerverwaltung abgetreten haben.

Vom befristeten Verzicht auf die Erhebung von Verzugszinsen profitiert nicht nur die Wirtschaft im Kanton Basel-Landschaft. Es werden allen steuerpflichtigen Personen keine Verzugszinsen mehr in Rechnung gestellt.

Für definitiv in Rechnung gestellte Steuerforderungen kann bei Bedarf bei der Steuerverwaltung ein Stundungsgesuch eingereicht werden. Diese Gesuche werden der Situation angepasst beurteilt und Stundungen werden kulant gewährt werden.

Weitere Massnahmen:

  • Die Frist für unselbständig Erwerbende und nichterwerbstätige Personen zur Einreichung der Steuererklärung 2019 wurde verlängert. Unselbständig Erwerbende und Nichterwerbstätige erhalten ohne Einreichung eines Gesuchs und ohne Kostenfolgen bis 30. Juni 2020 Zeit, ihre Steuererklärung einzureichen.

  • Selbständig Erwerbende Personen und juristische Personen erhalten die Möglichkeit, ihre Steuererklärung erst am 30. September 2020 ohne Gesuch und Kostenfolgen bei der kantonalen Steuerverwaltung einzureichen.

  • Quellensteuerpflichtige können jeweils bis März des Folgejahres eine Tarifkorrektur verlangen, da im Quellensteuertarif nicht alle Abzüge berücksichtigt sind. Ab sofort wird die Frist bei solchen Gesuchen bis 30. September 2020 verlängert.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Verzugszinsen und Einreichungsfristen

Diese Erleichterung gilt automatisch. Bei Fragen nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Veranlagungsexperten auf.

Zahlungsstundungen

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Veranlagungsexperten auf.

Dauer der Massnahme

25. März bis 31. Dezember 2020

Kontakte

Steuerverwaltung, Geschäftsbereich Steuerbezug, 061 552 51 40