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Entschädigung bei Erwerbsausfällen für direkt betroffene Selbständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht.

 

Die Massnahme im Detail:

Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Seit dem 6. Juni sind keine Betriebsschliessungen mehr in Kraft und das Verbot von Veranstaltungen wurde schrittweise gelockert. Gegenwärtig sind nur noch Veranstaltungen mit mehr als 1’000 Personen landesweit verboten. Selbständigerwerbende, die davon betroffen sind, haben gegenwärtig noch Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz. Für alle anderen ist dieser Anspruch am 16. Mai oder Anfang Juni ausgelaufen. Obwohl die Einschränkungen gelockert wurden, leiden immer noch viele Betriebe unter Einbussen. Unter diesen Umständen erachtet es der Bundesrat als gerechtfertigt, diesen Selbständigerwerbenden weiterhin zu helfen. Die Betroffenen brauchen keine besonderen Schritte zu unternehmen, die AHV-Ausgleichskassen nehmen die Auszahlung ihres Corona-Erwerbsersatzes wieder auf.


Wie hoch ist die Entschädigung?
Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 befristet.


Wie sieht es mit der Veranstaltungsbranche aus?
Seit dem 6. Juni sind keine Betriebsschliessungen mehr in Kraft und das Verbot von Veranstaltungen wurde schrittweise gelockert. Gegenwärtig sind nur noch Veranstaltungen mit mehr als 1’000 Personen landesweit verboten. Der Bundesrat hat beschlossen, den Kreis der Berechtigten zu erweitern, die den Erwerbsersatz beanspruchen können. Die Inhaber von AG oder GmbH, die in ihrer eigenen Firma angestellt sind und im Veranstaltungsbereich arbeiten, erhalten die Leistung ebenfalls. Seit dem 1. Juni 2020 haben sie keinen Anspruch mehr auf die Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung, obwohl der Veranstaltungsbereich weiterhin stark von der Covid-19-Krise betroffen ist. Diese Personen werden nun gleich behandelt wie die indirekt von den Massnahmen gegen das Corona-Virus betroffenen Selbständigerwerbenden. Die Einrichtung dieser neuen Leistung wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Den Berechtigten wird empfohlen bis Mitte Juli zu warten, bevor sie ihren Anspruch bei ihrer AHV-Ausgleichskasse anmelden.
 

Gibt es eine Regelung für Härtefälle?
Bis jetzt nicht. Der Bundesrat hat sich am 1. Juli 2020 mit der Frage beschäftigt, ob es im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise mögliche Härtefälle gibt. Gestützt auf ein Aussprachepapier, das festlegt, anhand welcher Kriterien der Begriff des Härtefalls im Kontext der Coronakrise zu prüfen ist, erteilt der Bundesrat Prüfaufträge an das Bundesamt für Kultur BAK, das Bundesamt für Landwirtschaft BLW und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO. Ausgehend von diversen Kriterien, die eine Abgrenzung des Begriffs «Härtefall» im Kontext der Coronakrise ermöglichen, hält der Bundesrat eine vertiefte Prüfung der ihm unterbreiteten Fälle für angezeigt, um zu entscheiden, ob es in der Wirtschaft Härtefälle gibt.

 

Der Bundesrat erwartet die Ergebnisse dieser Prüfungen sowie Vorschläge für konkrete Massnahmen bis Ende August 2020. Gestützt darauf wird er entscheiden, ob effektiv Massnahmen ergriffen werden müssen.
 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.

Sind Sie als Mitglied der Handelskammer beider Basel bei der Ausgleichskasse 40 versichert, können Sie sich direkt dort melden. Weitere Informationen finden Sie dort auf der Webseite.

 

Dauer der Massnahme

17. März bis 16. September 2020

 

Kontakte

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt, 061 685 22 33, pandemie@ak-bs.ch, www.ak-bs.ch

Ausgleichskasse 40, 061 285 22 22, corona@ak40.ch, www.ak40.ch

 

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft, 061 425 25 25, info@sva-bl.ch, www.sva-bl.ch/de

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für indirekt betroffene Selbständige

 

Die Massnahme im Detail:
Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz auszuweiten. Eine Entschädigung erhalten neu auch die Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer. Zudem soll der Anspruch für Eltern, die ihre Kinder mit Beeinträchtigungen zu Hause betreuen müssen, bis zum 20. Altersjahr der Kinder erweitert werden.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Die Entschädigung ist, wie die bereits bestehende Corona-Erwerbsausfallentschädigung, auf 196 Franken pro Tag, also auf 5'880 Franken pro Monat begrenzt. Der Anspruch entsteht rückwirkend ab dem 1. Tag des Erwerbseinbruchs, frühestens ab dem 17.3.2020, und endet nach zwei Monaten, spätestens aber mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie. Die Ausgleichskassen können unrechtmässig bezogene Leistungen zurückfordern.

Gibt es eine besondere Voraussetzung?
Das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen muss höher als 10’000 Franken sein, darf aber 90’000 Franken nicht übersteigen.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.
Sind Sie als Mitglied der Handelskammer beider Basel bei der Ausgleichskasse 40 versichert, können Sie die Anmeldung direkt über Akisnet vornehmen:

Dauer der Massnahme

17. März bis 16. September 2020

 

Kontakte

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt, 061 685 22 33, pandemie@ak-bs.ch, www.ak-bs.ch

Ausgleichskasse 40, 061 285 22 22, corona@ak40.ch, www.ak40.ch

 

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft, 061 425 25 25, info@sva-bl.ch, www.sva-bl.ch/de

 

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte

Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen und bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne werden entschädigt.

Die Massnahme im Detail:

Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?
Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Anspruch auf die Entschädigung gibt es ebenfalls bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Wie für die Selbstständigen werden die Erwerbsausfälle in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung (EO; Erwerbsersatz bei Dienstleistung oder Mutterschaft) geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Entschädigung ist auf 10 Taggelder für Personen in Quarantänemassnahmen begrenzt

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.
Sind Sie als Mitglied der Handelskammer beider Basel bei der Ausgleichskasse 40 versichert, können Sie sich direkt dort melden.
Weitere Informationen finden Sie dort auf der Webseite.

Dauer der Massnahme

17. März bis 17. September 2020

Kontakte

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt, 061 685 22 33, pandemie@ak-bs.ch, www.ak-bs.ch

Ausgleichskasse 40, 061 285 22 22, corona@ak40.ch, www.ak40.ch

 

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft, 061 425 25 25, info@sva-bl.ch, www.sva-bl.ch/de

 

Erleichterungen bei der Arbeitslosenversicherung

Der Bund hat die Taggeld-Fristen verlängert. Zudem entfällt vorübergehend die Pflicht zum Nachweis von Arbeitsbemühungen.

Die Massnahme im Detail:

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (ALV) wird auf das Einreichen des Nachweises von Arbeitsbemühungen verzichtet. Die versicherte Person muss den Nachweis der Arbeitsbemühungen spätestens einen Monat nach Ablauf der COVID-19-Verordnung 2 einreichen. Als Kontrollperiode gilt die ganze Gültigkeitsdauer dieser Verordnung.

Das erste Beratungs- und Kontrollgespräch nach der Anmeldung bei der Wohngemeinde oder beim RAV findet vorübergehend telefonisch und innerhalb von 30 Tagen nach der Anmeldung statt.

Um Aussteuerungen zu vermeiden, erhalten alle anspruchsberechtigten Personen maximal 120 zusätzliche Taggelder.

Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug wird um 2 Jahre verlängert, sofern der vollständige Bezug in der laufenden Rahmenfrist nicht möglich ist.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Diese Massnahme wird von der Arbeitslosenversicherung und vom RAV direkt umgesetzt.

Dauer der Massnahme

26. März bis 17. September 2020

Kontakte

Basel-Stadt

Öffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt, 061 267 51 11, oek.awa@bs.ch, Webseite

 

Basel-Landschaft

Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, 061 552 77 77, alk@bs.ch, Webseite

 

Unterstützung für Selbständige

Der Kanton Basel-Stadt richtet Unterstützungsleistungen für Selbständige aus, welche die Voraussetzungen des Bundes für Erwerbsersatzleistungen nicht erfüllen, aber wegen der Corona-Krise einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben.

Die Massnahme im Detail:

Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?
Der Kanton Basel-Stadt leistet ab 1. April 2020 Unterstützungsbeiträge für Selbstständige, die wegen der aktuellen Corona-Krise nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden.
Angesprochen sind Selbstständige, die AHV-Beiträge bezahlen, die ihr Geschäft nicht auf behördliche Weisung hin schliessen mussten, die nicht im Moment ihre unter 12 Jahre alten Kinder betreuen müssen und die nicht aus medizinischen Gründen in Quarantäne sein müssen. Im Vordergrund stehen dabei selbstständige Erwerbende aus den Gesundheitsberufen, aber auch inhabergeführte Gewerbebetriebe oder selbstständige Taxifahrerinnen und Taxifahrer.
Die kantonale Unterstützung erfolgt für die Monate April und Mai 2020.
Anspruchsberechtigt sind Selbstständigerwerbende, deren jährliches AHV-Einkommen weniger als 44'100 Franken oder mehr als 90'000 Franken beträgt

Was ist, wenn ich unter oder über dieser Einkommensgrenze liege?
Selbständigerwerbende mit AHV-Einkommen haben allenfalls Anspruch auf Entschädigung nach Bundesverordnung.

 

Wie hoch ist die Entschädigung?
Die kantonalen Leistungen werden in Umfang und Abwicklung analog der Erwerbsersatzleistungen des Bundes ausgestaltet.
 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Unterstützungsleistungen für selbständig Erwerbende, welche die Voraussetzungen des Bundes nicht erfüllen, die aber auch wegen der Corona-Krise nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden (z.B. Gesundheitsberufe, inhabergeführte Gewerbebetriebe oder selbstständige Taxifahrerinnen und Taxifahrer), werden ab 1. April 2020 direkt vom Kanton ausgerichtet.

Details zur Anmeldung beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt finden Sie hier.

Dauer der Massnahme

1. April bis 31. Mai 2020