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Entschädigung bei Erwerbsausfällen für direkt betroffene Selbständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht.

 

Die Massnahme im Detail:

Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:

  • Schulschliessungen

  • Ärztlich verordnete Quarantäne

  • Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes *

 

Der Anspruch aufgrund Schliessung des Betriebs besteht nur, wenn der Erwerbsausfall wegen einer Massnahme nach Artikel 6 Absätze 1 und 2 der COVID-19-Verordnung 2 vom 13. März 2020 eintritt. Davon sind die folgenden Branchen betroffen:

  • Einkaufsläden und Märkte

  • Restaurantbetriebe

  • Barbetriebe und Diskotheken, Nachtclubs und Erotikbetriebe

  • Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, namentlich Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren, Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks;

  • Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik. *


Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 befristet.

Was passiert, wenn ich mein Geschäft vor dem 16. Mai wieder öffnen kann?
Am 27. April und am 11. Mai dürfen viele Selbständigerwerbende voraussichtlich ihre Geschäfte wieder öffnen. Gemäss der Verordnung zum Corona-Erwerbsersatz würde ihr Anspruch auf eine Entschädigung mit diesem Tag enden. In der Praxis wird es jedoch so sein, dass sie ihre Dienstleistungen nicht vom ersten Tag an wieder vollständig werden erbringen können – beispielsweise, weil sie wegen der nach wie vor geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften weniger Kunden bedienen können. Ihre Situation wird nach dem Ende der angeordneten Betriebsschliessung also vergleichbar sein wie die Situation jener Selbständigerwerbenden, die indirekt von den Massnahmen gegen die Corona-Pandemie betroffen sind. Deren Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz dauert bis zum 16. Mai 2020. Die gleiche Frist gilt nun auch für diejenigen, die ihre Geschäfte am 27. April oder am 11. Mai wieder öffnen dürfen.

 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.

Sind Sie als Mitglied der Handelskammer beider Basel bei der Ausgleichskasse 40 versichert, können Sie sich direkt dort melden. Weitere Informationen finden Sie dort auf der Webseite.

 

Dauer der Massnahme

17. März bis 17. September 2020

 

Kontakte

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt, 061 685 22 33, pandemie@ak-bs.ch, www.ak-bs.ch

Ausgleichskasse 40, 061 285 22 22, corona@ak40.ch, www.ak40.ch

 

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft, 061 425 25 25, info@sva-bl.ch, www.sva-bl.ch/de

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für indirekt betroffene Selbständige

 

Die Massnahme im Detail:
Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz auszuweiten. Eine Entschädigung erhalten neu auch die Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer. Zudem soll der Anspruch für Eltern, die ihre Kinder mit Beeinträchtigungen zu Hause betreuen müssen, bis zum 20. Altersjahr der Kinder erweitert werden.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Die Entschädigung ist, wie die bereits bestehende Corona-Erwerbsausfallentschädigung, auf 196 Franken pro Tag, also auf 5'880 Franken pro Monat begrenzt. Der Anspruch entsteht rückwirkend ab dem 1. Tag des Erwerbseinbruchs, frühestens ab dem 17.3.2020, und endet nach zwei Monaten, spätestens aber mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie. Die Ausgleichskassen können unrechtmässig bezogene Leistungen zurückfordern.

Gibt es eine besondere Voraussetzung?
Das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen muss höher als 10’000 Franken sein, darf aber 90’000 Franken nicht übersteigen.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.
Sind Sie als Mitglied der Handelskammer beider Basel bei der Ausgleichskasse 40 versichert, können Sie die Anmeldung direkt über Akisnet vornehmen:

Dauer der Massnahme

17. März bis 16. September 2020

 

Kontakte

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt, 061 685 22 33, pandemie@ak-bs.ch, www.ak-bs.ch

Ausgleichskasse 40, 061 285 22 22, corona@ak40.ch, www.ak40.ch

 

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft, 061 425 25 25, info@sva-bl.ch, www.sva-bl.ch/de

 

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte

Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen und bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne werden entschädigt.

Die Massnahme im Detail:

Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?
Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Anspruch auf die Entschädigung gibt es ebenfalls bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Wie für die Selbstständigen werden die Erwerbsausfälle in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung (EO; Erwerbsersatz bei Dienstleistung oder Mutterschaft) geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Entschädigung ist auf 10 Taggelder für Personen in Quarantänemassnahmen begrenzt

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.
Sind Sie als Mitglied der Handelskammer beider Basel bei der Ausgleichskasse 40 versichert, können Sie sich direkt dort melden.
Weitere Informationen finden Sie dort auf der Webseite.

Dauer der Massnahme

17. März bis 17. September 2020

Kontakte

Basel-Stadt

Ausgleichskasse Basel-Stadt, 061 685 22 33, pandemie@ak-bs.ch, www.ak-bs.ch

Ausgleichskasse 40, 061 285 22 22, corona@ak40.ch, www.ak40.ch

 

Basel-Landschaft

SVA Basel-Landschaft, 061 425 25 25, info@sva-bl.ch, www.sva-bl.ch/de

 

Erleichterungen bei der Arbeitslosenversicherung

Der Bund hat die Taggeld-Fristen verlängert. Zudem entfällt vorübergehend die Pflicht zum Nachweis von Arbeitsbemühungen.

Die Massnahme im Detail:

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (ALV) wird auf das Einreichen des Nachweises von Arbeitsbemühungen verzichtet. Die versicherte Person muss den Nachweis der Arbeitsbemühungen spätestens einen Monat nach Ablauf der COVID-19-Verordnung 2 einreichen. Als Kontrollperiode gilt die ganze Gültigkeitsdauer dieser Verordnung.

Das erste Beratungs- und Kontrollgespräch nach der Anmeldung bei der Wohngemeinde oder beim RAV findet vorübergehend telefonisch und innerhalb von 30 Tagen nach der Anmeldung statt.

Um Aussteuerungen zu vermeiden, erhalten alle anspruchsberechtigten Personen maximal 120 zusätzliche Taggelder.

Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug wird um 2 Jahre verlängert, sofern der vollständige Bezug in der laufenden Rahmenfrist nicht möglich ist.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Diese Massnahme wird von der Arbeitslosenversicherung und vom RAV direkt umgesetzt.

Dauer der Massnahme

26. März bis 17. September 2020

Kontakte

Basel-Stadt

Öffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt, 061 267 51 11, oek.awa@bs.ch, Webseite

 

Basel-Landschaft

Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, 061 552 77 77, alk@bs.ch, Webseite

 

Unterstützung für Selbständige

Der Kanton Basel-Stadt richtet Unterstützungsleistungen für Selbständige aus, welche die Voraussetzungen des Bundes für Erwerbsersatzleistungen nicht erfüllen, aber wegen der Corona-Krise einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben.

Die Massnahme im Detail:

Wann habe ich Anspruch auf Entschädigung?
Der Kanton Basel-Stadt leistet ab 1. April 2020 Unterstützungsbeiträge für Selbstständige, die wegen der aktuellen Corona-Krise nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden.
Angesprochen sind Selbstständige, die AHV-Beiträge bezahlen, die ihr Geschäft nicht auf behördliche Weisung hin schliessen mussten, die nicht im Moment ihre unter 12 Jahre alten Kinder betreuen müssen und die nicht aus medizinischen Gründen in Quarantäne sein müssen. Im Vordergrund stehen dabei selbstständige Erwerbende aus den Gesundheitsberufen, aber auch inhabergeführte Gewerbebetriebe oder selbstständige Taxifahrerinnen und Taxifahrer.
Die kantonale Unterstützung erfolgt für die Monate April und Mai 2020.
Anspruchsberechtigt sind Selbstständigerwerbende, deren jährliches AHV-Einkommen weniger als 44'100 Franken oder mehr als 90'000 Franken beträgt

Was ist, wenn ich unter oder über dieser Einkommensgrenze liege?
Selbständigerwerbende mit AHV-Einkommen haben allenfalls Anspruch auf Entschädigung nach Bundesverordnung.

 

Wie hoch ist die Entschädigung?
Die kantonalen Leistungen werden in Umfang und Abwicklung analog der Erwerbsersatzleistungen des Bundes ausgestaltet.
 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Unterstützungsleistungen für selbständig Erwerbende, welche die Voraussetzungen des Bundes nicht erfüllen, die aber auch wegen der Corona-Krise nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden (z.B. Gesundheitsberufe, inhabergeführte Gewerbebetriebe oder selbstständige Taxifahrerinnen und Taxifahrer), werden ab 1. April 2020 direkt vom Kanton ausgerichtet.

Details zur Anmeldung beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt finden Sie hier.

Dauer der Massnahme

1. April bis 31. Mai 2020