LOHNKOSTEN

REDUZIEREN

Kurzarbeitsentschädigung

Mit der Kurzarbeitsentschädigung können vorübergehende Beschäftigungseinbrüche ausgeglichen und damit Arbeitsplätze erhalten werden.

 

Die Massnahme im Detail:

Durch die aktuelle wirtschaftliche Ausnahmesituation sind auch Personen, welche befristet, temporär oder in arbeitgeberähnlichen Anstellungen arbeiten sowie Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, stark betroffen. Deshalb wurden die Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet und die Beantragung vereinfacht. Aktuell gelten folgende besonderen Regeln für den Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung:

  • Die Kurzarbeitsentschädigung kann auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen und für Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit ausgerichtet werden.

  • Auch der Arbeitsausfall für Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, ist anrechenbar. Diese Unterstützung entfällt auf Ende Mai.

  • Die Kurzarbeitsentschädigung kann auch für arbeitgeberähnliche Angestellte ausgerichtet werden. Als arbeitgeberähnliche Angestellte gelten z.B. Gesellschafter einer GmbH, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten. Sie erhalten 3320.- Franken für eine Vollzeitstelle. Es handelt sich dabei um eine Pauschale, die keine Kürzung erfährt. Die Massnahme des ausserordentliche Anspruchs auf Kurzarbeit entfällt auf Ende Mai. Dies erfolgt im Gleichschritt mit der Aufhebung der COVID-Massnahmen für Erwerbsausfälle für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende.

  • Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten, können auch von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren. Sie sollen eine Pauschale von 3320.- Franken als Kurzarbeitsentschädigung für eine Vollzeitstelle geltend machen können. Diese Massnahme des ausserordentlichen Anspruchs auf Kurzarbeit entfällt auf Ende Mai. Dies erfolgt im Gleichschritt mit der Aufhebung der COVID-Massnahmen für Erwerbsausfälle für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende.

  • Die Karenzfrist (Wartefrist) für Kurzarbeitsentschädigungen wird aufgehoben. Damit entfällt die Beteiligung der Arbeitgeber an den Arbeitsausfällen. Auf Anfang Juni wird die Karenzfrist wieder eingeführt.

  • Arbeitnehmer müssen nicht mehr zuerst ihre Überstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren können.

  • Arbeitgeber können die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung verlangen, ohne diese vorschiessen zu müssen.

  • Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit (KAE) wird aufgehoben.

  • Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wird von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit kann die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden.
     

Die Kurzarbeitsentschädigung wird den Arbeitgebenden ausbezahlt. Sie beträgt 80% des auf die ausgefallenen Arbeitsstunden anrechenbaren Verdienstausfalls der entsprechenden Abrechnungs-periode. Die Ausfallstunden müssen mindestens 10% der Sollstunden betragen.

 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Basel-Stadt
Die Kurzarbeit muss zuerst bei der Kantonalen Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung (KAST) vorangemeldet werden. Wurde die Kurzarbeit bewilligt, kann die Entschädigung bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse (OeAK) geltend gemacht werden. Das entsprechende Formular muss jeden Monat neu bei der OeAK eingereicht werden.

 

Basel-Landschaft

Die Kurzarbeit muss zuerst beim Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) vorangemeldet werden. Wurde die Kurzarbeit bewilligt, kann die Entschädigung bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse geltend gemacht werden.

 

Dauer der Massnahme

17. März bis 17. September 2020

 

Kontakte

Basel-Stadt

Kantonale Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung, 061 267 51 46, kast.awa@bs.ch

Öffentliche Arbeitslosenkasse, 061 267 51 00, kae.awa@bs.ch

 

Basel-Landschaft

Hotline für Fragen zur Kurzarbeitsentschädigung, 061 552 06 80, kast@bl.ch

 

Finanzierung von Löhnen und anderen Ausbildungskosten von Lernenden

Der Kanton Basel-Stadt finanziert über den kantonalen Krisenfonds Löhne und andere Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben, die vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind.

Die Massnahme im Detail:

Beim Fonds zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit (Krisenfonds) soll eine ausserordentliche Erhöhung im Umfang von fünf Millionen Franken erfolgen. Diese Mittel dienen vorerst der Finanzierung von Löhnen und anderen Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben, die vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

 

Dauer der Massnahme

April bis Juni 2020

 

Kontakte

 

Pauschalbetrag pro Lernenden für Lehrbetriebe

Der Kanton Basel-Landschaft unterstützt Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, mit einem Pauschalbetrag pro Lernendem.

Die Massnahme im Detail:

Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, werden mit einem Pauschalbetrag pro Lernenden unterstützt. Der Bund hat bereits die Entschädigung für Kurzarbeit auf Lernende ausgeweitet. Mit dem kantonalen Betrag von monatlich 450 Franken pro Lernenden werden Betriebe mit Kurzarbeit von nicht gedeckten Lohnkosten sowie von Kosten für überbetriebliche Kurse entlastet.

Voraussetzungen:
•    Lehrbetrieb ist zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von COVID-19 berechtigt
•    Lehrbetrieb bildet während der Dauer der Notlage Lehrlinge aus

Sollten Lehrverhältnisse vor August 2020 aufgelöst werden, behält sich der Kanton vor, bereits ausbezahlte Beiträge zurückzufordern.

Hinweis für Praktikumsbetriebe für WMS-Lernende:
Die kantonale Regelung gilt aktuell für Lehrverträge. Reichen Sie als Praktikumsbetrieb dennoch Ihr Gesuch für den Pauschalbeitrag ein, diese werden separat geprüft.

 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Gehen Sie hierfür wie folgt vor:

  1. Melden Sie mit Ihrem Betrieb Kurzarbeit an, für Mitarbeitende und Lernende.

  2. Das KIGA prüft die Anmeldung und stellt einen Entscheid aus.

  3. 3.    Senden Sie den schriftlichen Entscheid des KIGA zusammen mit einem zusätzlichen Gesuch (siehe Link unten) per Mail (beruf.bksd@bl.ch) an die Hauptabteilung Berufsbildung der BKSD, um die Pauschalentschädigung für Ihre Lernenden geltend zu machen.

  4. Die Hauptabteilung Berufsbildung überprüft, ob das Lehrverhältnis aktiv ist.

   5. Die Pauschalentschädigung für die Lernenden erfolgt nach Bestätigung durch die Lehraufsicht bis Ende Juli

Dauer der Massnahme

Für die Dauer der im Kanton Basel-Landschaft ausgerufenen Notlage (ab 15. März 2020)

Kontakte
  • Für Fragen wenden Sie sich an Ihre Ausbildungsberatung: Telefonliste Kanton

  • Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Dienststelle Berufsbildung, Mittelschulen und Hochschulen, 061 552 28 00, www.beruf.bl.ch