LOHNKOSTEN

REDUZIEREN

Kurzarbeitsentschädigung

Mit der Kurzarbeitsentschädigung können vorübergehende Beschäftigungseinbrüche ausgeglichen und damit Arbeitsplätze erhalten werden.

 

Die Massnahme im Detail:

Durch die aktuelle wirtschaftliche Ausnahmesituation sind auch Personen, welche befristet, temporär oder in arbeitgeberähnlichen Anstellungen arbeiten sowie Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, stark betroffen. Deshalb wurden die Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet und die Beantragung vereinfacht. Aktuell gelten folgende besonderen Regeln für den Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung:

  • Die Kurzarbeitsentschädigung kann auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen und für Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit ausgerichtet werden.

  • Die Karenzfrist (Wartefrist) für Kurzarbeitsentschädigungen wird aufgehoben. Damit entfällt die Beteiligung der Arbeitgeber an den Arbeitsausfällen (befristet bis 31. August 2020).

  • Arbeitnehmer müssen nicht mehr zuerst ihre Überstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren können (befristet bis 31. August 2020).

  • Arbeitgeber können die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung verlangen, ohne diese vorschiessen zu müssen.

  • Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wird von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit kann die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden.
     

Die Kurzarbeitsentschädigung wird den Arbeitgebenden ausbezahlt. Sie beträgt 80% des auf die ausgefallenen Arbeitsstunden anrechenbaren Verdienstausfalls der entsprechenden Abrechnungsperiode. Die Ausfallstunden müssen mindestens 10% der Sollstunden betragen.

Massnahmen ab 1. September 2020

Der Bundesrat hat am 1. Juli 2020 die folgenden Massnahmen beschlossen, die per 1. September 2020 in Kraft treten:

  • Die Karenzfrist (Wartefrist) für Kurzarbeitsentschädigungen beträgt einen Tag. Sie ist vom Arbeitgeber zu tragen.

  • Arbeitnehmer müssen wieder zuerst ihre Überstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigung profitieren können.

  • Die Höchstdauer der Kurzarbeitsentschädigung wird von 12 auf 18 Monate verlängert (siehe nachfolgender Abschnitt).

 

Verlängerung der Kurzarbeitsentschädigung

Die Kurzarbeitsentschädigung wird üblicherweise für zwölf Monate ausgerichtet. Der Bundesrat hat am 1. Juli 2020 die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von zwölf auf achtzehn Monate verlängert. Durch die Verlängerung dieser Höchstbezugsdauer auf achtzehn Monate per 1. September 2020 haben die betroffenen Unternehmen die Möglichkeit, für ihre Beschäftigten weiterhin von der Unterstützung der KAE zu profitieren.

Aufgehobene Massnahmen

  • Anrechnung von Arbeitsausfall für Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen.

  • Kurzarbeitsentschädigung für arbeitgeberähnliche Angestellte. Als arbeitgeberähnliche Angestellte gelten z.B. Gesellschafter einer GmbH, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten.

  • Kurzarbeitsentschädigung für Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten

  • Aufhebung der Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit (KAE).

 

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

Basel-Stadt
Die Kurzarbeit muss zuerst bei der Kantonalen Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung (KAST) vorangemeldet werden. Wurde die Kurzarbeit bewilligt, kann die Entschädigung bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse (OeAK) geltend gemacht werden. Das entsprechende Formular muss jeden Monat neu bei der OeAK eingereicht werden.

 

Basel-Landschaft

Die Kurzarbeit muss zuerst beim Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) vorangemeldet werden. Wurde die Kurzarbeit bewilligt, kann die Entschädigung bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse geltend gemacht werden.

 

Dauer der Massnahme

17. März bis 13. August 2020

 

Kontakte

Basel-Stadt

Kantonale Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung, 061 267 51 46, kast.awa@bs.ch

Öffentliche Arbeitslosenkasse, 061 267 51 00, kae.awa@bs.ch

 

Basel-Landschaft

Hotline für Fragen zur Kurzarbeitsentschädigung, 061 552 06 80, kast@bl.ch

 

Finanzierung von Löhnen und anderen Ausbildungskosten von Lernenden

Der Kanton Basel-Stadt finanziert über den kantonalen Krisenfonds Löhne und andere Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben, die vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind.

Die Massnahme im Detail:

Beim Fonds zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit (Krisenfonds) soll eine ausserordentliche Erhöhung im Umfang von fünf Millionen Franken erfolgen. Diese Mittel dienen vorerst der Finanzierung von Löhnen und anderen Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben, die vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind.

Wie kann ich von dieser Massnahme profitieren?

 

Dauer der Massnahme

1. April bis 31. Juli 2020

 

Kontakte

 

MASSNAHME BEENDET: Pauschalbetrag pro Lernenden für Lehrbetriebe

Der Kanton Basel-Landschaft unterstützt Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, mit einem Pauschalbetrag pro Lernendem.

Die Massnahme im Detail:

Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, werden mit einem Pauschalbetrag pro Lernenden unterstützt. Der Bund hat bereits die Entschädigung für Kurzarbeit auf Lernende ausgeweitet. Mit dem kantonalen Betrag von monatlich 450 Franken pro Lernenden werden Betriebe mit Kurzarbeit von nicht gedeckten Lohnkosten sowie von Kosten für überbetriebliche Kurse entlastet.

Voraussetzungen:
•    Lehrbetrieb ist zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von COVID-19 berechtigt
•    Lehrbetrieb bildet während der Dauer der Notlage Lehrlinge aus

Sollten Lehrverhältnisse vor August 2020 aufgelöst werden, behält sich der Kanton vor, bereits ausbezahlte Beiträge zurückzufordern.

Hinweis für Praktikumsbetriebe für WMS-Lernende:
Die kantonale Regelung gilt aktuell für Lehrverträge. Reichen Sie als Praktikumsbetrieb dennoch Ihr Gesuch für den Pauschalbeitrag ein, diese werden separat geprüft.

Dauer der Massnahme

Der Regierungsrat hat die Notverordnung per Ende Mai aufgehoben. Es werden keine Lernendenpauschalen für Kurzarbeit mehr ausbezahlt.

Kontakte
  • Für Fragen wenden Sie sich an Ihre Ausbildungsberatung: Telefonliste Kanton

  • Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Dienststelle Berufsbildung, Mittelschulen und Hochschulen, 061 552 28 00, www.beruf.bl.ch